
Definition von Schuppenflechte
Die Schuppenflechte ist eine gutartige, immer wiederkehrende Hautkrankheit, die sich durch erhöhte Schuppenbildung zeigt. Sie ist nicht ansteckend, verläuft aber chronisch-entzündlich. In einzelnen Fällen verläuft die Schuppenflechte so harmlos, dass der Betroffene nichts davon bemerkt.
- Fachbegriff: Psoriasis
- Ursachen: Veranlagung, Infektionen, Entzündungen, Stress
- Pflegeprodukte: Rückfettende Lotionen und Cremes
- Hilfen: Bestrahlung mit UV-Licht, Psor-Kamm
In schweren Fällen kann Psoriasis das Leben der Erkrankten deutlich beeinträchtigen. In schwersten Fällen kann die Schuppenflechte sogar lebensgefährlich sein.
Die Ursache der Schuppenflechte ist nicht abschließend geklärt, sicher ist aber, dass sie vererbt werden kann und ein erhöhtes Risiko besteht, wenn es bereits Psoriasis-Kranke in der Familie gibt. Die Schuppenflechte betrifft Männer und Frauen, meist im Alter von 15–40 Jahren. In Deutschland leiden rund zwei Millionen Menschen unter Psoriasis.
Häufige Formen der Psoriasis
Die Schuppenflechte unterscheidet sich durch die Dauer, die Schwere, den Ort und die Ausprägung der Schuppen und kann bei einem akuten Schub von Fieber und einem Krankheitsgefühl begleitet sein.
„Gewöhnliche Schuppenflechte“: Die Psoriasis vulgaris ist die häufigste Form der Schuppenflechte und wird in 90 bis 95% der Fälle von den Ärzten diagnostiziert. Hierbei sind die betroffenen Hautareale, meist an Ellenbogen, Knie, Kreuzbeingegend und dem behaarten Kopf, stark gerötet. Die gesunde Haut lässt sich deutlich abgrenzen. Silbriggraue Schuppenbeläge haften auf der etwas verdickten Hautoberfläche und lassen sich auch nur dort leicht ablösen. Die unteren Schichten dieser Plaques, also der Schuppen, haften auf einer dünnen und jungen Haut. Versucht man diese zu entfernen, kommt es zu kleinen Blutungen, die auch als „blutiger Tau“ bezeichnet werden.
Daneben gibt es weitere, eher seltene Erscheinungsformen der Psoriasis. Hier ein kurzer Überblick:
- Eruptiv-exanthematische Psoriasis: Sie tritt vor allem nach Infekten auf und kann mit starkem Juckreiz einhergehen.
- Psoriasis exsudativa: Diese Form ist stärker entzündlich. Hierbei tritt Wundsekret an die Hautoberfläche und liegt als gelbliche Kruste auf den Herden.
- Psoriasis pustulosa: Hierbei bilden sich kleine Bläschen und Pusteln, deren Flüssigkeit viele weiße Blutkörperchen (vom Fachwort „Pus“ für Eiter abgeleitet), aber keine Krankheitserreger enthält.
- Nagelpsoriasis: Bei 30-50% der Psoriasis-Kranken ergeben sich Veränderungen an den Fuß- und Fingernägeln, diese verdicken sich, bekommen Grübchen und Flecken und können in Krümel zerfallen.