
Ausgewogene Kost während der Schwangerschaft
Wissen Frauen um ihre Schwangerschaft, ändert sich in ihrem Leben Grundlegendes. Ganz intuitiv schmeckt ihnen vielleicht plötzlich der heißgeliebte Kaffee nicht mehr oder vom Geruch des aromatischen Camemberts wird ihnen übel. Die Ernährung in der Schwangerschaft hat einen direkten Einfluss auf das Wohlergehen des ungeborenen Kindes sowie der Gesundheit der werdenden Mutter. Ausgewogene Kost während der Schwangerschaft:
Verantwortung für zwei
Das Kind isst nun mit! Diese Erkenntnis bringt zahlreiche Schwangere dazu, ihre Ernährung zu überdenken. Anstatt jedoch die doppelte Menge an Nahrungsmitteln zu sich zu nehmen, wirkt sich vor allem eine gesunde und ausgewogene Kost positiv auf Mutter und Kind aus. Die überdachte Auswahl und Zusammenstellung der Zutaten für eine Mahlzeit kann den Bedarf der notwendigen Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente hervorragend decken.
Rohe tierische Produkte: nein danke!
Gynäkologen und Hebammen weisen immer wieder darauf hin: Rohe Produkte tierischer Herkunft sind in der Schwangerschaft unangebracht. Toxoplasmose oder Salmonellen drohen im schlimmsten Falle. Unter roh verstehen die Experten sowohl nicht vollständig durchgegartes Fleisch, als auch Rohwurst oder rohe Eier, die mitunter in zahlreichen Süßspeisen versteckt sind. Weitere Informationen zur Ernährung während der Schwangerschaft bieten zum Beispiel die Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung oder zahlreiche namenhafte Familienratgeber im Netz.
Auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten
Nicht nur an heißen Tagen brauchen Schwangere ausreichend Flüssigkeit für ihren Kreislauf. Der Körper einer Schwangeren erbringt schließlich Höchstleistungen. Eineinhalb, besser sogar zwei Liter täglich empfehlen Experten für werdende Mütter. Alkohol schadet dem Kind und ist grundsätzlich tabu. Eine Tasse Kaffee hingegen übt keine negative Wirkung auf das ungeborene Kind aus und trägt mitunter zum Wohlbefinden der werdenden Mutter bei. Pure Säfte eignen sich für Schwangere weniger, denn sie führen nicht selten zu Sodbrennen. Besser hingegen sind Wasser, Tees und Saftschorlen, um den Flüssigkeitsbedarf zu decken.
Folsäure und Jod für ein gesundes Gedeihen des Fötus
Der Bedarf von Folsäure steigt während der Schwangerschaft auf das Doppelte des Normalbedarfes. Es beugt Fehlbildungen im Bereich des zentralen Nervensystems und der Wirbelsäule vor. Gerade in Milchprodukten, roter Bete, Spargel und in Vollkornprodukten ist Folsäure enthalten. Das wichtige B-Vitamin lässt sich jedoch auch über spezielles Speisesalz oder Tabletten aus der Apotheke dem Körper zuführen. Ähnlich verhält es sich mit Jod. Deutschland gilt nach wie vor als Jodmangelgebiet. Um einer Kropfbildung des Säuglings vorzubeugen, wird das wichtige Spurenelement über jodiertes Speisesalz bzw. Hochseefisch oder aber ebenfalls über Tabletten eingenommen. Interessante Informationen zu diesem Thema bietet beispielsweise der Ratgeber von baby-markt.de.
Essensgelüsten ruhig einmal nachgeben
Natürlich sollte die Ernährung in der Schwangerschaft vielseitig und ausgewogen sein. Doch der Heißhunger mancher werdender Mutter ist durchaus begründet. Der weibliche Körper weiß in dieser Phase sehr gut, was er benötigt. Meist verschwinden die Gelüste so schnell, wie sie auch gekommen sind. Wer bei Heißhunger auf Süßes statt zur Sahnetorte ab und zu ein Honig-Vollkornbrot isst, schadet seinem Körper nicht.
Eine werdende Mutter braucht sehr viel gesundes Obst und Gemüse, Vollkornprodukte sowie ausreichend Getränke. Werden die leichten Mahlzeiten auf fünf kleiner Portionen über den Tag verteilt, verdaut der Körper sie besser, Blähungen werden vermieden und der der volle Magen drückt nicht zu sehr.